Kinder- und Jugendhilfe heute

Das Erzbischöfliche Kinderheim Haus Nazareth wurde 1859 als Waisenhaus für Hohenzollern gegründet. Diese Region ist auch heute noch regionaler Schwerpunkt der Kinder- und Jugendhilfeangebote.

Kinder- und Jugendhilfe heute
Kinder- und Jugendhilfe heute

Das Bild des Hauses Nazareth ist vor allem vom gesellschaftlichen Wandel des ausgehenden 20. und nun 21. Jahrhunderts geprägt. Wechselnde Problemlagen im Leben von Kindern und Jugendlichen und der gesamten Gesellschaft erforderten entsprechend neue Ansätze und Spezialisierungen in der Pädagogik.

Neben der klassischen Heimerziehung und ihrem stetig wachsenden intensivpädagogischen Bereich (ca. 140 Kinder und Jugendliche) werden hunderte Kinder und Jugendliche in „Ambulanten Hilfen“ wie der Sozialpädagogischen Familienhilfe betreut. Die „Gemeinwesenorientierten Hilfen" sind in 40 Städten und Gemeinden vor Ort tätig. Hier werden z.B. über die Schulsozialarbeit oder die Kinder- und Jugendbüros täglich tausende Schüler erreicht und gesellschaftliche wie individuelle Problemstellungen erkannt und aufgearbeitet. Allen Hilfen gemein ist eine professionelle Ausdifferenzierung der Angebote. Dabei bietet das Haus Nazareth nahezu alle im Kinder- und Jugendhilfegesetz beschriebenen Hilfeformen an.

Bei ca. 700 Mitarbeitenden an 40 Standorten in sieben Landkreisen führt jedoch die historische Bezeichnung „Kinderheim“ bisweilen zu Fehlinterpretationen bezüglich der Aufgabenvielfalt unseres modernen Kinder- und Jugendhilfezentrums. Ziel ist und bleibt es, Kinder, Jugendliche und Familien in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung der Fähigkeiten und Stärken jedes Einzelnen und die Vermittlung christlicher Werte - orientiert an den Bedürfnissen der Zeit.